Das Feuerwehr- und Werkgebäude an der Sinserstrasse 40 in Cham wurde Mitte der 1980er Jahre erstellt.
Aufgrund der Funktion der Feuerwehr als Einsatzdienst bei Katastrophenereignissen besteht der Anspruch, dass das Feuerwehrgebäude während und nach einem Erdbeben funktionsfähig bleibt. Entsprechend beauftragte uns die Einwohnergemeinde Cham mit der Überprüfung und Ertüchtigung der Erdbebensicherheit des Feuerwehrtrakts entsprechend dem aktuellen Stand der Technik.
Die rechnerische Überprüfung erfolgte mit dem Antwortspektrenverfahren an einem räumlichen Tragwerksmodell der Gebäudestruktur. Aufgrund der Einteilung des Gebäudes in die Bauwerksklasse 3 wurde zusätzlich zur Tragsicherheit auch die Gebrauchstauglichkeit relevanter Gebäudekomponenten rechnerisch überprüft. Als Massnahmenkonzept resultierten folgende lokalen Ertüchtigungsmassnahmen
– 2 zusätzliche Aussteifungswände in Stahlbeton an der Gebäudeperipherie
– Verstärkung einer bestehenden Wand im Salzsilo durch aufgeklebte CFK-Lamellen
Die Umsetzung der Massnahmen erfolgte unter Berücksichtigung eines geplanten Erweiterungsprojekts in zwei Ausführungsstufen. Die von der Erweiterung unabhängigen Massnahmen wurden sofort umgesetzt, die noch ausstehenden Massnahmen werden im Zuge der Erweiterung realisiert.