Teilerneuerung Flughafenbahnhof

Das Tragwerk des Flughafenbahnhofs wurde in den 1970er Jahren als rund 800m langes Tagbauwerk erstellt. Im Rahmen einer sehr detaillierten statischen Überprüfung wurden mehrere statische Defizite festgestellt, welche einer baulichen Ertüchtigung bedürfen. Damit soll die Tragsicherheit und Gebrauchstauglichkeit für die Restnutzungsdauer des Bauwerks sichergestellt werden. Insgesamt sind rund 130 bauliche Einzelmassnahmen vorgesehen, die geographisch breit gestreut und in ihrer Konstruktionsart sehr heterogen sind:

  • Neue Tragwerkselemente (Wände/Stützen/Unterzüge, CFK-Lamellen, etc.)
  • Ersatz von Bauteilen (Reprofilierung Beton)
  • Aktive und passive Schutzmassnahmen (KKS, Verbesserung Abdichtungen, Verkleidungen etc.)

Im Zuge der statischen Auseinandersetzung mit dem Bauwerk stellte man ebenfalls fest, dass die Evakuation, der Brandschutz und die Liftanlagen nicht mehr den heutigen Anforderungen und Richtlinien genügen. Daher ist geplant, nachfolgende Elemente im Zuge der statischen Instandstellung zu ertüchtigen:

  • Optimierung der MRWA mit einer neuen MRWA Zentrale
  • Verbreiterung bestehender Fluchttreppenhäuser
  • Zusätzliche Fluchttreppenhäuser
  • Anpassen und Aufrüsten der Fluchtwege
  • Aufrüsten der Liftanlagen
  • Lokale Schadstoffsanierungen

Umbau Reiffergässli 4

Das Wohn-/ und Gewerbehaus im Reiffergässli 4 in der Zuger Altstadt wurde Ende der 1970er Jahre erstellt.
Im Rahmen einer allgemeinen Erneuerung wurde das Gebäude architektonisch und technisch an die heutigen Marktbedürfnisse angepasst. In diesem Zuge erfolgte auch eine Aufwertung der Tragstruktur an den aktuellen Stand der Technik.

Der Umbau wurde unter Teilbetrieb des Gebäudes durchgeführt.

Von der bestehenden Tragstruktur bestanden keine Ingenieurpläne. Aus diesem Grund mussten wesentliche Tragwerksinformationen mittels Sondagen am Bauwerk erhoben werden.
Weiter umfassten unsere Leistungen die Zustandsüberprüfung sowie die Projektierung aller Tragwerkseingriffe über die Phasen 31-53. Konkret waren dies:

– Definition und Begleitung von Sondagen
– Tragwerkserfassung
– Überprüfung und Ertüchtigung Erdbebensicherheit
– Überprüfung Brandwiderstand
– Begleitung Eingriffe Architektur und HLKSE

Instandsetzung Gyrswisen

Die Überführung Gyrswisen quert den Autobahnzubringer Glarus und verbindet Oberurnen mit Weesen. Das Bauwerk wurde 1973 als dreiteilige Stahlbetonbrücke erstellt. Der Mittelträger liegt auf den Pfeilern auf und überspannt den Autobahnzubringer. Beidseitig des Mittelteils werden Einhängeträger über Gerbergelenke angeschlossen.

Die Gerbergelenke waren nach über 45 Jahren Betrieb, in einem generell schlechten Zustand. Die Oberseite des Überbaus und die Pfeiler waren mit Chloriden belastet und mussten saniert werden.

Im Rahmen der Instandsetzung wurden die Einhängeträger rückgebaut. Die neuen Randfelder wurden mit dem bestehenden Mittelfeld monolithisch verbunden und mit einer, über alle Felder durchlaufenden, Vorspannung versehen.

Die Widerlager wurden komplett ersetzt und mit Grossbohrpfählen fundiert. Alle Brückenlager wurden ersetzt und dabei den neuen Lagerungsbedingungen angepasst.

Der Beton auf der Oberseite des Mittelfelds wurde bis zur oberen Bewehrungslage abgetragen. Neue Bewehrung und 10cm Überbeton verstärken die Platte in Querrichtung.

Bei den Pfeilern wurde der carbonatisierte und mit Chloriden belastete Beton ersetzt und anschliessend mit einem Oberflächenschutz behandelt.

Zentralstrasse 162 – Betoninstandstellung städtischer Balkone

 

 

Die typischen Stadtbalkone der Liegenschaft Zentralstrasse 162 im Quartier Zürich Wiedikon wiesen an diversen Stellen Betonschäden an der Balkonplatte und Korrosionsschäden am Geländer auf. Im Rahmen eines neuen Fassadenanstriches wurde die Balkone instand gestellt und die Geländer durch Staketengeländer ersetzt.

Die Instandstellung der Balkone erfolgte in der konventionellen Methode (Abspitzen der losen Teile, Freilegen und Entrosten der korrodierenden Bewehrung, Behandlung mit Korrosionsschutz und Reprofilierung mittels Reprofiliermörtel).

Einstellhalle Migros Glarus

Die Einstellhalle der 1984 erstellten Liegenschaft besteht aus drei Halbetagen und wurde seit der Erstellung unverändert betrieben. Die Fahrbahn (Asphalt mit zementgebundener Feinbeton-Deckschicht) wies im Bereich der Dilatationsfugen klaffende Risse auf. An den Wand- und Stützenfüssen zeigten sich zum Teil starke Korrosionserscheinungen mit Betonabplatzungen und freiliegender Bewehrung. Aufgrund dieser Schäden und möglicher zukünftiger Schäden wurden die Fahrflächen und Wände umfassend instand gestellt, um die Lebensdauer um mindestens 40 Jahre zu erhöhen.

Während die Bodenplatten neu diffusionsoffen mittels kathodischem Korrosionsschutz (Rückbau alter Belag, Einbau Hartbeton als Einbettung für den Kathodischen Korrosionsschutz und als Nutzschicht) geschützt werden, wurde auf der Zwischendecke eine Abdichtung (PBD) und Gussasphalt mit einer Feinsand-Abstreuung eingebaut, um sie (auch an der Untersicht) vor Chlorid-Kontamination zu schützen. Zudem wird so ein Abtropfen an der Untersicht verhindert. Die Fahrbahnübergänge wurden zudem im Hartbeton mit Übergangsprofilen bzw. im Asphalt mit einer Polymerbitumen-Fuge neu wasserdicht und flexibel ausgebildet.
Die Wände und Stützen wurden vollflächig instandgesetzt (lokaler hydrodynamischer Betonabtrag bei Schadstellen, vollflächiger Auftrag Reparaturmörtel, um Bewehrungsüberdeckung zu erhöhen und teilweise Realkalisierung des Bestandes zu erreichen). Die Oberflächen wurden zudem neu mit einer Beschichtung gegen Karbonatisierung geschützt.

Die gesamte Instandstellung fand unter Betrieb des Parkhauses statt.

Gewerbe-/Wohnhaus Kreuzplatz

Der Gebäudekomplex Forchstrasse 8 wurde in den Jahren 1992/1993 für die PTT erstellt und bis 2017 ausschliesslich durch die Schweizerische Post genutzt. Aufgrund des deutlich abnehmenden Platzbedarfs der Schweizerischen Post wurden weite Teile des Gebäudes unter laufendem Betrieb zu weiteren Büroflächen und Wohnungen umgebaut.

Im Rahmen des Projekts wurde das Gebäude baulich an die neue Nutzung angepasst. Dazu wurden unter anderem Rolltreppen zurück gebaut und die Deckenöffnung verschlossen, neue Lifte erstellt und bestehende aufgehoben. Für die neuen Wohnungen wurden auskragende Balkone aus Stahl an die bestehende Tragstruktur angehängt.

Ebenfalls wurde im Zuge dieser Umbauten die Erbebentauglichkeit der bestehenden Strukturen gemäss SIA Merkblatt 2018 überprüft. Wo erforderlich, wurde die Struktur durch bauliche Massnahmen ausgesteift und ertüchtigt.

Eisbahn Dolder

Umfassende Sanierung (Haupteingang / Garderobengebäude) sowie Neubau (Restauranttrakt) auf bestehenden Maschinenraum (Kältemaschinen für Eisfläche).

Eingangsgebäude
Teilabbruch Eingangsgebäude im Garderobenbereich, Neuerstellung in Stahlbetonbauweise, inkl. Baugrubensicherung (Sicherung der best. Gebäudeteile), diverse lokale Eingriffe in bestehende Baustruktur.

Restauranttrakt
Abbruch des bestehenden Gebäudekubus im Erdgeschoss, Schützen der best. Kältemaschinen im UG mittels separatem Schutzgerüst, neue Decken in Stahlbetonbauweise, gesamtes Erdgeschoss in Holz.

Umbau MFH Wehntalerstrasse

Die Siedlung der Baugenossenschaft Waidmatt wurde einem umfassenden Umbau und «Face-Lifting» unterzogen. Die Um- und Anbauten wurden dabei unter Einhaltung des Minergie-Standards durchgeführt.

Die Umbau- und Sanierungsarbeiten beinhalteten die Vergrösserung des Wohnzimmers durch Anfügen eines verglasten Anbaus. Ebenfalls wurden Balkone zwischen den Wohnzimmererweiterungen eingebaut sowie Lärmschutzwände entlang der Wehntalerstrasse (Schalldämmmassnahme für die gesamte Siedlung) erstellt. Mit der Totalerneuerung der Küchen, Bäder und haustechnischen Bereiche wurden die Umbauarbeiten im Gebäudeinneren abgeschlossen.

Aufstockung Hotel IBIS

Ausbau der bestehenden Hotelanlage von bisher 73 auf neu 117 Zimmer durch eine Aufstockung des Hauptgebäudes um 2 Stockwerke. Zusätzlich wurden eine Liftanlage eingebaut, Nebenräume im Untergeschoss realisiert und das bestehende Restaurant vollständig erneuert.

Der Ausbau drängte sich auf, da sich der Hotelbetrieb permanent an der Kapazitätsgrenze bewegte.

Äusserst wirtschaftliches Konzept für die Aufstockung des Hauptgebäudes, wodurch diese trotz durchgehendem Hotelbetrieb in sehr kurzer Zeit gebaut werden konnte. Die Aufstockung wurde als eigenständiger Gebäudeteil über das bestehende 2-geschossige Gebäude gestülpt.

Fundation der Aufstockung mittels Mikropfählen ausserhalb des bestehenden Gebäudes im Bereich der Fassadensockel. Erdbebensicherung mittels Betonscheiben und Zug- / Druckpfählen (Liftkern und Stirnfassade).

Sehr kurze Montagezeit durch Vormontage der Stahljoche am Boden, Einsatz von vorfabrizierten Doppelwandelementen System Peter.

Liftanbauten Siedlung Thalbächli

Die in die Jahre gekommene Siedlung Thalbächli in Zürich-Altstetten wurde umfassend saniert und erweitert. Die Genossenschaftswohnungen aus den sechziger Jahren entsprachen nicht mehr dem heutigen Standard. Im südlichen Teil wurden die Wohnhäuser um ein Attikageschoss ergänzt. Eines der Häuser wurde zusätzlich mit Aufzügen ausgestattet. Die neuen Liftanlagen aus Stahl und Glas wurden vor den bestehenden Treppenhäusern errichtet.