Business Center Andreaspark BCA, Zürich

Der Gebäudekomplex des BCA besteht aus einem 13-stöckigen Hochhaus mit 3 Untergeschossen. Zwischen dem Hauptgebäude und dem bestehenden Parkhaus der Messe Zürich ist zusätzlich eine Einstellhalle mit 2 Untergeschossen angeordnet.

Der 50 m hohe Skelettbau ist im Regelgeschoss 65 m lang und 28 m breit. Die Tragstruktur besteht aus schlaff bewehrten Ortbetonflachdecken, welche auf Stützen und Kernen aufliegen. Insgesamt wird das Gebäude über 4 Kernstrukturen aus Ortbeton erschlossen und gegen Wind und Erdbeben ausgesteift.

Die Fundation im Bereich des Hochhauses erfolgt mit Grossbohrpfählen 90 – 150 cm, welche die Lasten aus den Stützen und Wänden über Spitzendruck in den Molassefels ableiten. Die zwei Untergeschosse der Einstellhalle sind flach fundiert und mittels Mikropfählen gegen Auftrieb gesichert.

Die 10 m tiefe Baugrube schloss in Teilbereichen unmittelbar an bestehende Gebäude an. Weiter waren Strassen und die SBB-Bahnstrecke Oerlikon-Wallisellen in der Nähe der Baugrube und die Sohle der Baugrube kam unterhalb des Grundwasserspiegels zu liegen. Die Baugrubensicherung erfolgte wasserdicht mit einer Kombination aus rückverankerten Pfahl- und Spundwänden. Die Rückverankerung erfolgte mit bis zu 6 Lagen vorgespannter Anker. Wo keine Verankerungen in benachbarten Grundstücken möglich war, wurden die Baugrubenabschlüsse mit Stahlspriessungen gegen vorgängig erstellte Gebäudebereiche gesichert.

Zentralstrasse 162 – Betoninstandstellung städtischer Balkone

 

 

Die typischen Stadtbalkone der Liegenschaft Zentralstrasse 162 im Quartier Zürich Wiedikon wiesen an diversen Stellen Betonschäden an der Balkonplatte und Korrosionsschäden am Geländer auf. Im Rahmen eines neuen Fassadenanstriches wurde die Balkone instand gestellt und die Geländer durch Staketengeländer ersetzt.

Die Instandstellung der Balkone erfolgte in der konventionellen Methode (Abspitzen der losen Teile, Freilegen und Entrosten der korrodierenden Bewehrung, Behandlung mit Korrosionsschutz und Reprofilierung mittels Reprofiliermörtel).

Einstellhalle Migros Glarus

Die Einstellhalle der 1984 erstellten Liegenschaft besteht aus drei Halbetagen und wurde seit der Erstellung unverändert betrieben. Die Fahrbahn (Asphalt mit zementgebundener Feinbeton-Deckschicht) wies im Bereich der Dilatationsfugen klaffende Risse auf. An den Wand- und Stützenfüssen zeigten sich zum Teil starke Korrosionserscheinungen mit Betonabplatzungen und freiliegender Bewehrung. Aufgrund dieser Schäden und möglicher zukünftiger Schäden wurden die Fahrflächen und Wände umfassend instand gestellt, um die Lebensdauer um mindestens 40 Jahre zu erhöhen.

Während die Bodenplatten neu diffusionsoffen mittels kathodischem Korrosionsschutz (Rückbau alter Belag, Einbau Hartbeton als Einbettung für den Kathodischen Korrosionsschutz und als Nutzschicht) geschützt werden, wurde auf der Zwischendecke eine Abdichtung (PBD) und Gussasphalt mit einer Feinsand-Abstreuung eingebaut, um sie (auch an der Untersicht) vor Chlorid-Kontamination zu schützen. Zudem wird so ein Abtropfen an der Untersicht verhindert. Die Fahrbahnübergänge wurden zudem im Hartbeton mit Übergangsprofilen bzw. im Asphalt mit einer Polymerbitumen-Fuge neu wasserdicht und flexibel ausgebildet.
Die Wände und Stützen wurden vollflächig instandgesetzt (lokaler hydrodynamischer Betonabtrag bei Schadstellen, vollflächiger Auftrag Reparaturmörtel, um Bewehrungsüberdeckung zu erhöhen und teilweise Realkalisierung des Bestandes zu erreichen). Die Oberflächen wurden zudem neu mit einer Beschichtung gegen Karbonatisierung geschützt.

Die gesamte Instandstellung fand unter Betrieb des Parkhauses statt.