Instandsetzung Gyrswisen

Die Überführung Gyrswisen quert den Autobahnzubringer Glarus und verbindet Oberurnen mit Weesen. Das Bauwerk wurde 1973 als dreiteilige Stahlbetonbrücke erstellt. Der Mittelträger liegt auf den Pfeilern auf und überspannt den Autobahnzubringer. Beidseitig des Mittelteils werden Einhängeträger über Gerbergelenke angeschlossen.

Die Gerbergelenke waren nach über 45 Jahren Betrieb, in einem generell schlechten Zustand. Die Oberseite des Überbaus und die Pfeiler waren mit Chloriden belastet und mussten saniert werden.

Im Rahmen der Instandsetzung wurden die Einhängeträger rückgebaut. Die neuen Randfelder wurden mit dem bestehenden Mittelfeld monolithisch verbunden und mit einer, über alle Felder durchlaufenden, Vorspannung versehen.

Die Widerlager wurden komplett ersetzt und mit Grossbohrpfählen fundiert. Alle Brückenlager wurden ersetzt und dabei den neuen Lagerungsbedingungen angepasst.

Der Beton auf der Oberseite des Mittelfelds wurde bis zur oberen Bewehrungslage abgetragen. Neue Bewehrung und 10cm Überbeton verstärken die Platte in Querrichtung.

Bei den Pfeilern wurde der carbonatisierte und mit Chloriden belastete Beton ersetzt und anschliessend mit einem Oberflächenschutz behandelt.

Personenunterführung Breite

Die Gemeinde Wallisellen erstellte im Bereich der Kreuzung Neugutstrasse – Breitestrasse eine neue Velo- und Fussgängerunterführung. Die neue Unterführung unterquert die Neugutstrasse und die bestehenden Gleise und stellt die Verbindung zwischen Richti-Areal und Neugutstrasse sicher.

Die Unterführung wurde in Ortbeton erstellt. Die Unterquerung erfolgt mit einem rund 42 m langen Stahlbetonrahmen, welcher über zwei Rampen und einen Treppenaufgang erschlossen wird.

Der Stahlbetonrahmen wurde vorgängig südlich der Gleisanlagen erstellt und im Zuge ein Vollsperrung am Osterwochenende 2017 eingeschoben. Die Vollsperrung umfasste eine Zeitdauer von 104 Stunden. Das vorfabrizierte Element mit einem Eigengewicht von ca. 850 Tonnen wurde innert 6 Stunden ca. 35 m verschoben.

Hilfsbrücke Grüeblischachen

Die Gesamtsanierung der Reussbrücken der N2 bei Emmen (LU) erforderte die Realisierung einer Hilfsbrücke. Sie diente der Aufrechterhaltung der Verkehrsbeziehungen, die im Bereich der Verzweigung N2 und N4 in Emmen Süd während allen Bauphasen zu gewährleisten waren. Die Hilfsbrücke ist als Stahlbetonverbundkonstruktion konzipiert. Sie überquert die Fahrspur der N4 in Richtung Luzern. Insgesamt weist sie 5 Felder mit einer Fahrbahnbreite von 10 m auf. Als Randabschluss wird beidseitig eine Betonleitmauer von 1.15 m Höhe vorgesehen.

Hinterrheinbrücke (Hilfsbrücke)

Die Instandsetzung der Hinterrheinbrücke Reichenau der N13, unmittelbar nach dem Halbanschluss Bonaduz, erforderte die Erstellung einer Hilfsbrücke, die den Hinterrhein quert. Während den Instandsetzungsarbeiten wurde der Verkehr in Fahrtrichtung Nord wie Süd auf die Hilfsbrücke umgeleitet.

Die Hilfsbrücke gliederte sich in die Vorlandbrücke Süd, die Hinterrheinquerung und die Vorlandbrücke Nord. Sie führte in einem konstanten Radius von 250 m und einem Quergefälle von 4% über den Hinterrhein und nahm zwei Spuren à 3.5 m auf.

Die Fahrbahnplatte wurde in Ortbeton erstellt. In den beiden Vorlandbereichen lag die Fahrbahnplatte auf Walzprofilen auf, die die Lastabtragung zu den Abstützungen hin übernahmen. Bei der Querung des Hinterrheins wurdd eine Mittelabstützung im Fluss vorgesehen. Es ergeben sich Spannweiten von 31 m, die mit Fachwerkträgern überspannt wurden.

Hilfsbrücke Tambo-Splügen West

Die Erstellung des Ersatzneubaus der Autobahnbrücke der N13 bei Splügen West erforderte die Erstellung einer Hilfsbrücke, die den Hinterrhein querte und in der Bauphase den Verkehr der N13 aufnehmen konnte.

Die Hilfsbrücke nahm zwei Spuren à 3.5 m auf. Die Fahrbahnplatte wurde in Ortbeton erstellt. In den beiden Vorlandbereichen lag die Fahrbahnplatte auf Walzprofilen auf, die die Lastabtragung zu den Abstützungen hin übernahmen. Bei der Querung des Hinterrheins wurden zwei Mittelabstützung im Fluss vorgesehen. Es ergaben sich Spannweiten von bis zu 31 m, die mit Fachwerkträgern überspannt wurden.

LG Flughofstrasse

Die Glattalbahn soll die Erschliessung im mittleren Glattal garantieren. Sie fährt seit Dezember 2008 von Oerlikon zum Flughafen Zürich und wird ab Dezember 2010 von Oerlikon via Wallisellen und Dübendorf zum Bahnhof Stettbach fahren.

Auf der Flughofstrasse, die mit ca. 25000 Fahrzeugen täglich frequentiert wird, wird das neue Trasse der Glattalbahn erstellt. Die Flughofstrasse wird deshalb zur Einbahnstrasse.
Um genügend Platz für die Strasse und die Glattalbahn zu schaffen, musste die Brücke Flughofstrasse über die Glatt erneuert werden.

Die engen Platzverhältnisse erforderten einen speziellen Bauablauf. Der Brückenüberbau wurde in 2 Phasen erstellt, wobei das unten liegende Lehrgerüst quer verschoben wurde.

Lehrgerüst Sihlstrasse

Variantenstudium und Projektierung des Lehrgerüstes für eine neue Bogenbrücke in Beton. Da die Geometrie anspruchsvoll war, kristallisierte sich eine Lösung in Holz als wirtschaftlich und effizient heraus.

Unsere Leistungen bestanden in der Anfertigung einer Prüfstatik sowie von Ausführungsplänen für Knotenbilder, Verschubbahn, Verbände etc. Die Abnahme / Baukontrolle des Gerüstes und Beratung beim erstmaligen Verschieben des Gerüstes gehörte ebenfalls zu unserem Aufgabenbereich.

Durch dreimaliges Verschieben der Schalung konnte der Quadratmeterpreis erheblich gesenkt werden.

Instandsetzung Reussbrücke

Instandsetzung und Verbreiterung der 1971 – 1973 erstellten und ca. 420 m langen Zwillingsbrücke. Die Brücke überquert die Reuss und die SBB-Linie (Doppelspur Sins-Rotkreuz). Die Arbeiten erfolgten im Zusammenhang mit der Gesamterneuerung des Zuger Nationalstrassennetzes.

Unsere Leistungen umfassten:
– Verbreiterung beider Brücken aussenseitig um je ca. 1.20 m (Standspur)
– Betoninstandsetzung ganze Brückenkonstruktion
– Ersatz der Konsolköpfe durch Leitmauern
– Verstärkung mit aussenliegender Quervorspannung
– Einbau von Druckplatten
– Ersatz der Fahrbahnübergänge und Brückenlager
– Elimination Betongelenk bei SBB-Überführung
– Ersatz Brückenabdichtung und GA-Beläge
– Ersatz Leitschranken und Brückenentwässerung
– Erstellen Bohrpfähle für Lärmschutzwand
– Lehrgerüst auf ganzer Brückenlänge
– Einbau vorgespannter Betonträger im SBB-Bereich

Brücken Minacherligraben

Der Auftrag beinhaltete die Sanierung der beiden Brücken unterer und oberer Minacherligraben für die Zentralbahn. An beiden Brücken mussten die Mauerwerksfugen instandgesetzt werden. Bei der Brücke unterer Minacherligraben wurde dazu der ganze Überbau (Trogkonstruktion auf Natursteingewölben) abgebrochen und mit vorgespanntem Betontrog ersetzt.

Der neue Überbau wurde neben der bestehenden Bogenbrücke auf einem Lehrgerüst hergestellt und in einer Wochenendsperre als Ganzes eingeschoben und auf ein vorbereitetes Mörtelbett abgesenkt. Die zur Verfügung stehenden Installationsflächen bedurften einer Spezialbewilligung des Naturschutz-Inspektorats (Trockenstandort von regionaler Bedeutung). Um den Eingriff in die Natur möglichst klein zu halten, durfte das Brückenlehrgerüst und die 60 m lange Kranbahn nur partiell auf Mikropfählen im Gelände abgestützt werden. Dadurch wurden umfangreiche Gerüstarbeiten notwendig.

Gubrist 3. Röhre

Die Nordumfahrung Zürich wird zur Erweiterung der Verkehrskapazität ausgebaut. Kernstück dieses Grossprojekts ist die dreispurige 3. Tunnelröhre am Gubrist. Bei einer Gesamtlänge von ca. 3300 m werden 2980 m als bergmännischer Tunnel erstellt. Der Tagbau Weiningen ist rund 250 m lang und der Tagbau Affoltern 70 m. In diesen Vorzonen werden zwei neue Zentralen erstellt: eine neue Betriebszentrale im Tagbaubereich Weiningen und eine kombinierte Lüftungs- und Betriebszentrale im Tagbaubereich Affoltern.

Im Tagbaubereich wird der Tunnel generell in einer offenen Baugrube gebaut. Als Besonderheit wird in der Vorzone Weiningen ein Abschnitt aufgrund bestehender Verkehrswege in Deckelbauweise erstellt.

Meichtry & Widmer ist als Partner der IG AHB für die Projektierung der Tagbaubereiche zuständig. Unsere Arbeit umfasst folgende Hauptelemente:

– Baugruben mit rückverankerten Bohr- pfahlwänden bis 25 m Höhe
– Tagbautunnel inkl. Werkleitungskanal
– Betriebs- und Lüftungszentralen, inkl. Koordination BSA